Russland

Besprechung der europäischen Energielage: Frohnmaier trifft Gazprom-Chef bei SPIEF 2026

Beim Sankt Petersburger Wirtschaftsforum traf der stellvertretende AfD-Bundesfraktionsvorsitzende, Markus Frohnmaier, sich zu einem Arbeitstreffen mit dem Chef des russischen Energiegiganten Gazprom. Er forderte unter anderem eine Wiedereröffnung von Nord Stream.
Besprechung der europäischen Energielage: Frohnmaier trifft Gazprom-Chef bei SPIEF 2026© Telegram: Gazprom

Im Rahmen des Sankt Petersburger internationalen Wirtschaftsforums (SPIEF) hat sich der stellvertretende Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, Markus Frohnmaier, am 3. Juni mit dem Vorstandsvorsitzenden des russischen Energiegiganten Gazprom, Alexei Miller, getroffen. Eine zugehörige Meldung des Pressediensts von Gazprom betont, dass das Arbeitstreffen auf Initiative der deutschen Seite erfolgte.

Auf der Gesprächsagenda stand dabei die Lage auf dem europäischen Energiemarkt. Die deutschen Gasspeicher weisen den niedrigsten Füllstand seit fünf Jahren auf, und ihr Auffüllen vor dem kommenden Winter erscheint unwahrscheinlich.

Miller erinnerte an die konstruktive Zusammenarbeit zwischen Gazprom und der Bundesrepublik in der Vergangenheit, als russische Gaslieferungen jahrzehntelang einen Beitrag zum Wachstum der deutschen Wirtschaft und Industrie leisteten. Frohnmaier wies seinerseits auf die anhaltende Rezession in Deutschland hin, die er auf hohe Energieträgerpreise zurückführte. Der AfD-Politiker betonte die Notwendigkeit einer Stabilisierung der Energielage, die eine Wiederaufnahme des Betriebs von Nord Stream und eine Wiederherstellung der Handelsbeziehungen zu Russland beinhalten könnte. Frohnmaier hob hervor, dass er dabei "konsequent und kompromisslos" von nationalen Interessen Deutschlands ausgehe.

Zuvor hatte der Leiter des russischen Fonds für Direktinvestitionen, Kirill Dmitrijew, im Rahmen des SPIEF erklärt, dass europäische Länder durch ihren Verzicht auf russische Energieträger etwa drei Billionen Euro verloren haben. In diesem Zusammenhang betonte Dmitrijew die Wichtigkeit der Anwesenheit konstruktiver europäischer Kräfte und Politiker auf dem Forum.

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