
Neue EU-Sanktionen richten sich gegen Spiegelseiten von RT und Sputnik

In ihrem am 23. April verabschiedeten, inzwischen 20. antirussischen Sanktionspaket stellt die Europäische Union weiter unter Beweis, wie sorgfältig sie über die selbst verkündeten Werte wacht. So soll die Meinungs- und Pressefreiheit der Bürger der Union dadurch gewahrt werden, dass nicht nur eigene Websites russischer Medien wie RT, sondern auch deren Spiegelseiten verboten werden. In der Pressemitteilung der EU zum neuen Sanktionspaket heißt es dazu, dass damit "Kampfpropaganda" verboten werde:

"Kampfpropaganda: Neue Maßnahmen richten sich auch gegen Spiegelmedien, die das Sendeverbot umgehen, indem sie dieselben Inhalte wie gelistete Propagandamedien (wie Russia Today, Sputnik usw.) online verbreiten. Der Inhalt dieser Spiegelseiten und Domains wird ebenfalls von der Verbreitung in der EU ausgeschlossen. Dies wird die schnellere Entfernung oder Sperrung von Online-Sites erleichtern, die als Stellvertreter oder Klone der offiziellen Medienkanäle fungieren."
RT-Chefredakteurin Margarita Simonjan kommentierte das Verbot der Spiegelseiten mit einem russischen Sprichwort:
"Man soll nicht den Spiegel schelten, wenn er eine Fratze zeigt."
In diesem Zusammenhang wollen wir als "Kampfpropagandisten" von RT unsere Leser darauf hinweisen, dass unsere Nachrichtenartikel, Analysen und sonstige Inhalte unter bösartiger Verletzung der neuen europäischen "Grundwerte" der Presseunfreiheit, Zensur und informationellen Bevormundung weiterhin über mehrere Spiegelseiten erreichbar bleiben. Die aktuellste Liste der verfügbaren Spiegelseiten ist unten angeführt.
Neueste Spiegelseiten:
Ältere, aber noch aktive Spiegelseiten:
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